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Nach Aufnahme von Usbekistan gründeten sie 2001 die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, bei der in den letzten Jahren immer mehr die wirtschaftliche und energiepolitische Zusammenarbeit in den Vordergrund getreten ist.
Im Zuge des 11. September 2001 stellte sich die SOC zunächst im Bündniss gegen den „internationalen Terrorismus“ an die Seite der USA. Einige Jahre später fordert sie nun den Abzug der USA und der Nato aus Zentralasien und setzt dabei eine Frist, so als fühle sie sich im Recht und in der Lage, selbst für Sicherheit und Frieden in Asien zu sorgen. Hinter der Aufforderung zum Abzug der Nato und der USA aus Zentralasien stehen neben Rußland und China, wenn auch indirekt, Indien, Pakistan und der Iran, die in der „Schanghai Organisation für Zusammenarbeit“ einen Beobachterstatus besitzen. Selbstbewußt erklärte die „Schanghai Organisation“, dass sie jetzt den Nordatlantikpakt (NATO) und die USA bei der Friedenssicherung in Afghanistan ablösen wolle.
Der chinesische Präsident Hu Jintao bat auf dem letzten Gipfel die Internationale Gemeinschaft, die sozialen Systeme und jeweiligen Entwicklungswege der Mitgliederstaaten der SOC zu respektieren, ebenso wie deren innere und äußere Politik. Im Innern strebe China eine „harmonische Gesellschaft“ an und arbeite an der Beseitigung der inneren Widersprüche von arm und reich, von Stadt und Land, vom Schutz der Umwelt und der Schonung der Ressourcen.
China habe den Weg einer friedlichen und „harmonischen“ Entwicklung in der Außenpolitik und ebenso im Innern eingeschlagen. Das Ziel der Außenpolitik sei nach chinesischer Auffassung das Streben nach einer „harmonischen Welt“. Die Harmonie soll sich im Respekt zeigen vor dem von einem Land jeweils gewählten Entwicklungsweg und der Vielfalt und Besonderheiten der verschiedenen Zivilisationen.

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